Allgemeines zum Friedfischangeln

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Allgemeines zum Friedfischangeln2017-02-12T23:21:37+00:00

Allgemeines zum Friedfischangeln

Fast jeder Angler hat seine Anglerkarriere mit dem Angeln auf Friedfische begonnen. Friedfische unterscheiden sich von Raubfischen dadurch daß sie sich nicht bzw. nicht hauptsächlich von anderen Fischen ernähren, sondern von Würmern, Egeln, Wasserschnecken, Insekten, ins Wasser gefallenen Früchten und/oder Getreide. Das Beangeln von Friedfischen ist für jeden Angler relativ einfach zu erlernen und mit etwas Übung sind schon bald ordentliche und regelmäßige Fänge möglich. Doch denken Sie nicht es sei besonders einfach Friedfische zu fangen. Auch wenn diese Arten vielleicht nicht so anspruchsvoll sind, so bedeutet dies nicht, dass man auch dann erfolgreich sein könnte, getreu dem Motto „Das wird schon klappen…“.
Wie andere Fischarten auch, so reagieren Friedfische ebenfalls auch Witterungsänderungen oder auf zu viel eingebrachtes Futter, auch Hochwasser kann uns in „Fangschwierigkeiten“ bringen. Wer jetzt erfolgreich sein möchte, muß schon tiefer in die Trickkiste greifen. Und wie bei allem im Leben gilt: üben, üben, üben.

Die meisten Angler assoziieren mit dem Angeln auf Friedfische das Beobachten einer feinen Pose auf der Wasseroberfläche. Das ist jedoch nur eine mögliche Technik. Dabei hat das Angeln auf Friedfische gerade in den letzten ca. 30 Jahren wahre Revolutionen erlebt. Sei es die Festbleimontae beim Karpfenangeln, das Angeln mit dem Method- oder Pelletfeeder oder das Stippangeln mit dem eingezogenen Gummizug. Für Sie sind das noch „böhmische Dörfer“? Kein Problem, denn genau deswegen haben wir diese Internetseite ins Leben gerufen.

Friedfischangeln bedeutet mehr als nur „das Würmchen zu baden“. Will man beim nächsten gemeinschaftlichen Hegefischen mehr als nur ein paar Rotaugen
fangen oder aber besonders große Brassen aus dem Wasser ziehen, muß man etwas mehr drauf haben als nur eine Standardtechnik. Der ambitionierte Friedfischangler beschäftigt sich mit seinem Gewässer das er beangeln möchte und analysiert seine Montagen und sein Handeln  während und oder nach dem Angeln macht sich Gedanken dazu was man hätte anders bzw. besser machen können.

Ein Beispiel:
Bei einem gemeinschaftlichen Hegefischen meines Angelvereins habe ich einen Platz gelost, den ich nocht nicht gut kannte. Hier einfach die
beköderte Angel auszuwerfen und zu hoffen getreu dem Motto „Es wird schon was beißen…“ hätte vermutlich nicht den gewünschten Erfolg gebracht. So habe ich zunächst meine Feederrute mit einem einfachen Birnenblei bestückt und begonnen nach einem geeigneten Platz zu loten. Hierzu habe ich auf der einen Seite die Sinkzeit des Bleis notiert und auf der anderen Seite den Untergrund „untersucht“. Beim Feedern suche ich nach einem möglichst festen Grund, der krautfrei ist. Ich will ja weder Hänger haben noch daß mein Futter im Kraut versinkt. Einen entsprechenden Platz gefunden, konnte ich am Ende ein Gesamtgewicht von rd. 12.500 Gramm erangeln.

Sie sehen also, Erfolg ist durchaus keine Sache von Glück und Zufall, sondern zu einem großen Teil das Ergebnis von kontinuierlichem „arbeiten“
und ständiger Selbst-Beobachtung.