Interview mit Thorsten Küsters (2018)

>>>Interview mit Thorsten Küsters (2018)

Interview mit Thorsten Küsters (2018)

Thorsten Küsters ist einer der erfolgreichsten deutschen Angler und wurde 2016 gemeinsam mit Jens Koschnik, Felix Scheuermann, Jens Dirksen, Michael Kropidlowski und Ingo Frerichs Feeder-Weltmeister. Für natürlich ein guter Grund Thorsten Küsters bzgl. eines Interviews zu kontaktieren. In 2017 hatten wir leider keine Gelegenheit dazu, doch in diesem Jahr Stand uns der Ausnahmeangler unter Matrix-Flagge Rede und Antwort.

 


Friedfischangler.de:
Thorsten, wann wurdest Du geboren?

Thorsten Küsters:
Am 20.02.1984

Friedfischangler.de:
Wo lebst Du?

Thorsten Küsters:
Ich lebe mit meiner Familie in Krefeld am schönen Niederrhein 

Friedfischangler.de: 
Familie? Angeln die auch?

Thorsten Küsters: 
Mein Vater ist glaub ich einer der verrücktesten Angler die ich kenne. Von ihm habe ich viel gelernt.

Friedfischangler.de: 
Wie und wann bist Du zum Angeln gekommen?

Thorsten Küsters: 
Mein Vater hat mich als 4 Jähriger schon mit ans Wasser genommen und ich durfte meine ersten Fische mit der Stippe fangen.

Friedfischangler.de: 
Welchen Stellenwert hat das Angeln für dich?

Thorsten Küsters:
Bis 2008 noch nicht wirklich groß da ich lieber Fußball gespielt habe. Bedingt durch meine schwere Knieverletzung ist dann aus einem kleinen Hobby ein ganz großes geworden. Nach der Familie ist angeln an zweiter Stelle anzusiedeln.

Friedfischangler.de:
Bist Du in einem Angelverein? Welcher ist das? Welche Gewässer hat der Verein?

Thorsten Küsters:
Ich bin in Deutschland nur noch dem DSAV anhängig.

Friedfischangler.de:
Welche ist deine persönlich liebste Art zu angeln?

Thorsten Küsters:
Um ehrlich zu sein, eigentlich das Angeln mit der Kopfrute. Mir war aber der Aufwand im Zusammenhang mit dem geringeren Fangerfolg zu viel. So ist durch meine Holland-Angelei mit meinem Vater das Feedern an erste Stelle gerückt.

Friedfischangler.de:
Welchen Gewässertyp beangelst Du bevorzugt? Warum?

Thorsten Küsters:
Im Kanal fühle ich mich mit meiner Art zu angeln am wohlsten. Artenvielfalt und Fairness sind an solchen Gewässern sehr hoch und das gefällt mir.

Friedfischangler.de:
Was ist dein Lieblingsfisch (anglerisch)?

Thorsten Küsters:
Skimmer und Rotaugen

Friedfischangler.de:
Wie integrierst Du das angeln in deinen normalen Alltag? (Training / Wettkämpfe)

Thorsten Küsters:
Eigentlich dreht sich im Alltag neben Arbeit und Familie alles ums Angeln. Sei es Hakenbinden in der Pause oder im Training gewisse Ziele setzen wie z.B. speziell auf Rotaugen zu fischen, sind für mich das Wichtigste.

Friedfischangler.de:
Wie bist Du zum Profi geworden?

Thorsten Küsters:
Ich bin kein Profi! Ich arbeite im Schichtbetrieb bei Daimler 5-6 Tage die Woche. Angeln ist und bleibt ein Hobby.

Friedfischangler.de:
Welche „Karriereschritte“ hast Du bereits hinter Dir? (Titel, Unternehmen, etc.)

Thorsten Küsters:
Karriereschritte hab ich für mich eigentlich keine gemacht, sondern ich habe mich über die Zeit stetig verbessert und das ist mir wichtig.

  • HJG Drescher seit 2012
  • Matrix seit 2013

Daran wird sich in naher Zukunft auch nichts ändern, hoffe ich.

Friedfischangler.de:
Gibt es noch Karriere-Ziele?

Thorsten Küsters:
Mein einziges Ziel ist es, mich stetig zu verbessern, der Rest kommt von selbst. Ich bekomme und mache mir keinen Druck Angeln gewinnen zu müssen. Ich möchte Spaß am Wasser haben. Ist dieser irgendwann nicht mehr vorhanden, höre ich auf.

Friedfischangler.de:
Du und Jens Koschnik habt gemeinsam mit Felix Scheuermann, Jens Dirksen, Jens Koschnik, Michael Kropidlowski und Ingo Frerichs die Team-Feeder-WM 2016 gewonnen und nicht nur das, Du und Jens Koschnik haben auch noch die World-Pairs in England gewonnen. Weltmeister zu werden ist ja an sich schon eine Wahnsinnsleistung und dann auch noch in England die World-Pairs abzuräumen ist das Tüpfelchen auf dem „i“. In wie weit hat sich dein Leben und Angeln durch diese Ereignisse verändert?

Thorsten Küsters:
Eigentlich für mich überhaupt nicht. Ich weiß solche Siege einzuordnen. Zu solchen Erfolgen gehört auch ein wenig Glück, dieses kommt und geht. Ich weiß aus Erfahrung dass es im Angeln mehr Niederlagen als Siege gibt und darum hat sich bei mir nichts geändert.

Friedfischangler.de:
Wie begegnet man Dir/euch und den deutschen Profis nun auf nationaler und internationaler Ebene?

Thorsten Küsters:
Ich glaube speziell durch den WM-Titel und dem Sieg bei den „World Pairs“, haben wir uns sehr viel Respekt dazu verdient. Aber auch vorher war mein Gefühl, dass wir schon dazu gehören. Aber grundsätzlich ist der Respekt bei allen Anglern international sehr hoch.

Friedfischangler.de:
Wie wichtig waren diese Siege für dich/euch? (Mental/Karriere/etc.)

Thorsten Küsters:
Man geht mit viel mehr Selbstbewusstsein an internationale Veranstaltungen. Man weiß was man kann und wenn die Taktik stimmt hat man immer eine Chance etwas Großes zu erreichen.

Friedfischangler.de:
Während Weltmeisterschaft 2017 ist Deutschland am Ende immerhin noch auf einen beachtlichen 4. Platz gekommen (deutlich vor England auf Platz 8) und hat damit knapp das Treppchen verpasst. Was glaubst Du woran „das nötige Etwas“ gefehlt hat um eine noch besser Platzierung zu erhalten?

Thorsten Küsters:
Schlichtweg am Glück, wir wussten dass unsere Taktik sehr aggressiv auf Karpfen ausgelegt war. Uns hat am Ende ein nicht-gefangener Karpfen ein Podest-Platz gekostet. Das war uns aber von vornherein klar und war mit einkalkuliert.

Friedfischangler.de:
Das Feederangeln ist seit Jahren beliebt und sehr erfolgreich. Dank Produktverbesserungen und Innovationen ist hier auch kein Ende abzusehen. Das Feederangeln hat das Angeln mit Stipprute relativ stark „verdrängt“ (Wettbewerbe, Medien). Glaubst Du das Angeln mit der „langen Stange“ (Pole-Rute) wird irgendwann wieder etwas mehr an Popularität zurückgewinnen?

Thorsten Küsters:
Ich denke nicht! Es ist toll mit der Kopfrute zu angeln, aber seien wir mal ehrlich, der Aufwand ist extrem zeitaufwändig und heutzutage mit Beruf und Familie kaum noch zu stemmen. Wer professionell Feedern betreibt, hat zwar einen ähnlichen Aufwand wie ein Posenangler, aber im Durchschnitt ist man schneller mit seinem Tackle fertig als mit der Pose. Zudem sind die Fänge mit der Feeder einfach besser.

Friedfischangler.de:
Am Ende unseres Interviews möchten wir Dir Gelegenheit geben uns über Geräteneuerungen und Neuheiten zu informieren.

Thorsten Küsters:
Ich möchte keine Werbung machen. Hier ging es um mich und nicht um eine Marke. ?

Friedfischangler.de:
Danke für das interessante Interview. Wir wünschen Dir für die Saison 2018 viel Erfolg und dicke Fische an der Leine!  

By |2018-03-14T16:17:43+00:00März 14th, 2018|Berichte, Interview|Kommentare deaktiviert für Interview mit Thorsten Küsters (2018)

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